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Österreich: ÖBB und Politik streiten um Fernverkehr Linz - Graz
Samstag, 24 Juli 2010

(MB) Zwischen den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) sowie den Bundesländern Oberösterreich und Steiermark ist ein Streit um die Finanzierung der Fernverkehrszüge zwischen Linz und Graz entbrannt. Die ÖBB hat angekündigt, die Verbindung im Dezember 2010 einzustellen. Als Begründung führt das Unternehmen an, das Land Oberösterreich führe die Finanzierung für seinen Streckenabschnitt nicht weiter fort. Die Steiermark hat für den Abschnitt von Graz bis Leoben hingegen noch einen Finanzierungsvertrag bis 2011. Obwohl die Länder gesetzlich nur für die Finanzierung des Regionalverkehrs zuständig sind, hatten sie die die Fernzüge zwischen der zweit- und der drittgrößten Stadt Österreichs in den vergangenen Jahren bezuschusst. In der Steiermark könnte man sich analog des Angebots zwischen Graz und Klagenfurt auch eine Fernbusverbindung nach Linz vorstellen, die aber in Oberösterreich auf Ablehnung stößt.

 

 
eurobahn erhält Niederlande-Zulassung für erste Triebzüge
Samstag, 24 Juli 2010

(MB/PM Keolis) Am vergangenen Donnerstag haben die ersten Triebzüge von Keolis Deutschland ("eurobahn") ihre Zulassung für den niederländischen Streckenabschnitt von der Landesgrenze bis Venlo erhalten. Zunächst wurde die Genehmigung nur für die vierteiligen Einheiten erteilt, für die fünfteiligen Fahrzeuge vom Typ Stadler FLIRT wird die Zulassung in den kommenden Wochen erwartet. Bereits im Dezember 2009 hatte die eurobahn den Betrieb auf der Linie RE13 nach Venlo im Maas-Rhein-Lippe-Netz aufnehmen sollen, die Züge wurden aber erst im Frühjahr in Deutschland und nun über ein halbes Jahr nach dem Fahrplanwechsel in den Niederlassen zugelassen.

 

 
Keolis verteidigt Lyon, gewinnt Chaumont und kauft in Arcachon
Samstag, 24 Juli 2010

(DD/PM Keolis) Keolis wird für weitere sechs Jahre das ÖPNV-Netz in Lyon betreiben, dies beschloss der Verwaltungsrat des zuständigen Aufgabenträgers SYTRAL. Die Keolis-Tochter TCL betreibt in frankreichs drittgrößter Stadt 4 U-Bahn-, 4 Straßenbahn-, 8 Trolleybus- und über 100 Buslinien mit 4.300 Mitarbeitern. Der Auftrag hat ein Umsatzvolumen von über 2 Milliarden €, es handelte sich um die bisher größte Ausschreibung eines ÖPNV-Netzes in Europa. Neben Keolis hatten auch Veolia und Transdev Angebote abgegeben.

Einen weiteren Erfolg konnte Keolis in Chaumont, Präfektur des Départements Haute-Marne (52) in der südlichen Champagne erreichen. Hier gewann der Konzern das "Le Bus"-Netz für sechseinhalb Jahre. Der Betrieb wurde bereits zum 1. Juli mit von anderen ostfranzösischen Keolis-Betrieben umgesetzten Gebrauchtfahrzeugen aufgenommen, es sind aber 23 Neufahrzeuge bestellt, mit denen der Konzern die  Fahrgastzahlen bis 2016 um 20% steigern will. Im Südwesten Frankreichs übernahm Keolis Mitte Juli die Unternehmen Autobus d´Arcachon und Bus Boiens mit zusammen rund 50 Bussen. Beide sind vorwiegend im Überlandverkehr im Département Gironde (33) tätig.

 

 
Umstrittener Vertrag zwischen VRR und DB kommt vor den Bundesgerichtshof
Mittwoch, 21 Juli 2010

(MB/PM OLG) Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat die Frage, ob der umstrittene Verkehrsvertrag zwischen dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und DB Regio vergaberechtswidrig und damit unwirksam ist, dem Bundesgerichtshof zur Entscheidung vorgelegt. Der Vergabesenat des Gerichts hält den Vertrag wie bereits die Vergabekammer der Bezirksregierung Münster für vergaberechtswidrig: Die Leistungen hätten nicht freihändig an DB Regio vergeben werden dürfen, sondern ausgeschrieben werden müssen. Änderungsverträge seien als Neuvergabe anzusehen, wenn sich der Vertragsinhalt - wie in diesem Fall die Laufzeit - wesentlich änderen. Da es allerdings eine anderslautende Entscheidung des Oberlandesgerichtes Brandenburg aus dem Jahr 2003 gibt, hat das Oberlandesgericht Düsseldorf die Sache dem Bundesgerichtshof übergeben.

Wie mehrfach berichtet, hatten VRR und DB Regio nach Streitigkeiten um den 2004 geschlossenen Verkehrsvertrag einen Vergleichsvertrag vereinbart. Darin wurden vor allem die Bedienung aller S-Bahn-Linien im VRR durch DB Regio bis ins Jahr 2023 statt bis 2018 sowie weitere Änderungen bei RE-Linien geregelt. Abellio [NS] hatte gegen die freihändige Vergabe eine Beschwerde eingereicht und vor der Vergabekammer recht bekommen.

 

 
Keolis erhebt Beihilfebeschwerde gegen Veolia/Transdev
Montag, 19 Juli 2010

(DD) Keolis, die ÖPNV-Tochter der französischen Staatsbahn SNCF, hat nach Medienberichten Beihilfebeschwerde gegen die Modalitäten des Zusammenschlusses der Konkurrenten Veolia und Transdev bei der EU-Kommission erhoben. Konkret richten sich die Bedenken von Keolis gegen eine Kapitalspritze von 200 Mio. € für das fusionierte Unternehmen durch den bisherigen Transdev-Eigentümer, die Staatsbank Caisse des Depots (CDC), die von Keolis als verbotene staatliche Beihilfe angesehen wird. Zudem kritisert Keolis, das selbst an einer Übernahme von Transdev interessiert war, die mangelnde Transparenz des Fusionsprozesses. Erst kürzlich hatte die EU-Kommission die Finanzierungsmöglichkeiten der Keolis-Mutter SNCF als unzulässige staatliche Beihilfen kritisert und die Umwandlung von einer Körperschaft öffentlichen Rechts in eine Kapitalgesellschaft gefordert.

 

 
Osterrieder und Link gewinnen Stadtbus Donauwörth
Montag, 19 Juli 2010

(DD) Die Stadt Donauwörth wird ihren Stadtbusverkehr künftig von einer Bietergemeinschaft der Unternehmen Osterrieder, Wemding und Link, Donauwörth betreiben lassen, berichtet die Augsburger Allgemeine. Der Stadtrat gab inzwischen grünes Licht für das neue Stadtbuskonzept und die Vergabe an die beiden Unternehmen, die sich in einer Ausschreibung (10LBY01) durchsetzten und die Regionalbus Augsburg GmbH als betreiber der Stadtlinien ab 2011 ablösen werden. Der Vertrag wird auf acht Jahre geschlossen und sieht u.a. den Einsatz neuer Busse in den Stadtfarben gelb/blau/schwarz vor. In den Stadtbusverkehr integriert werden soll der freigestellte Schülerverkehr. Die Stadt geht von einem Betriebskostenzuschuss von rund 250.000 € pro Jahr aus.

 

 
Stadtbus Frauenfeld ausgeschrieben
Sonntag, 18 Juli 2010

(DD/simap.ch/PM Frauenfelld) Der Thurgauer Kantonshauptort Frauenfeld hat die Betriebsleistungen des Stadtbusverkehrs ausgeschrieben, die Konzession verbleibt allerdings bei der Stadt. Das 1981 eingeführte Frauenfelder System gilt als Pionier kleinerer Stadtbussysteme. Der Betrieb war bis 1991 an das Unternehmen Hugelshofer und bis 2001 an das Unternehmen Sailer vergeben, beide ansässig in Frauenfeld. Seit 2001 führt PostAuto Schweiz den Betrieb von seinem lokalen Standort. Inzwischen werden fünf Linien, davon eine als Versuchsbetrieb teils im Viertelstundentakt bedient. Das siegreiche Unternehmen muss vom bisherigen Betreiber  vier Busse übernehmen und sechs neu beschaffen, optional als Hybridbusse.

Nr. 10LCH02
Leistung Stadtbus Frauenfeld
1 Spital - Bahnhof - Sonnmatt
2 Schönenhof - Bahnhof - Flurhof
3 Oberwiesen - Bahnhof - Plättli
4 Bahnhof - Huben
5 Bahnhof - Juch
Umfangca. 496.000 Nkm p.a. mit 10 Bussen
Zeitraum12/2011-12/2021
Derz. VUPostAuto Schweiz, Bern
StatusAusschreibung läuft, Angebote bis 15.10.2010

 

 
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